Haalstraße 5/7 (Schwäbisch Hall)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohnhaus, Rietgasse 18

ID: 116400495614  /  Datum: 30.03.2011
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Rietgasse
Hausnummer: 18
Postleitzahl: 78050
Stadt-Teilort: Villingen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Schwarzwald-Baar-Kreis (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8326074020
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Weitere Objekte an diesem Wohnplatz

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

In welchem Zusammenhang noch weitere Bauteile ins späte Mittelalter zu datieren sind, lässt sich im angetroffenen Zustand nur schwer bestimmen. So können einzelne der Balken über dem EG oder 1. OG sehr wohl noch ins 15. Jh. datieren. Diese Aussage trifft auch auf das Gebälk über dem 2. OG zu, jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: nahezu alle auf dieser Ebene verbauten Deckenbalken wurden nämlich wiederverwendet und lediglich die drei straßenseitigen Deckenbalken scheinen noch an ursprünglicher Stelle verbaut. In jedem Fall wiederverwendet wurden die Balken über dem rückwärtigen Hausbereich. Es handelt sich um ehemalige Dachhölzer, welche nach der dendrochronologischen Datierung in die große Umbauphase des 15. Jh.s datieren.
Vollständig erneuert ist das Dachwerk, das die gesamte Haustiefe überspannt und als tragendes Gerüst eine dreifach stehende Stuhlkonstruktion aufweist.


1. Bauphase:
(1450 - 1499)
Ausgehend von einem kleinen, straßenseitig orientierten Steinbau von ca. 4,80m Breite und 7,70m Länge entwickelt sich spätestens in der 2. Hälfte des 15. Jh.s der heutige Baukörper. Dendrochronologisch datierbar ist die Bretter-Balken-Decke der Stube, die aus dem Jahr 1467 (d) stammt; zeitgleich dürfte auch die rückwärtige Traufwand entstanden sein, wobei die Annahme sich auf die Wand des EG sützt, die sich mit ihrer Stärke deutlich von den übrigen Wänden abgrenzt.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

2. Bauphase:
(1600 - 1699)
In einer weiteren Umbauphase wird im 17. Jh. das noch heute vorhandene Dachwerk abgezimmert.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

3. Bauphase:
(1800 - 1899)
Erneuerung der Straßentraufe sowie der Fenstergliederung im 19. Jh.
Betroffene Gebäudeteile:
keine

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Querschnitt / Wohnhaus, Rietgasse 18 in 78050 Villingen (01.09.2007 - Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Dendrochronologische Untersuchung

Beschreibung

Umgebung, Lage:
In der Nähe des Zentrums
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohnhaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Dreigeschossiger Massivbau (soweit ersichtlich, handelt es sich um den ältesten Bauteil)
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
Langer, schmaler Baukörper; Grundriss: ca. 4,80 x 7,70m; Stärke der Brand- bzw. Giebelwände: ca. 85cm
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Die Südwand reicht bis in den Dachraum
Bestand/Ausstattung:
Stube mit Bretter-Balken-Decke: die Lage der Stube ist auch durch das Gebälk über dem EG belegt. In den Nuten der Balken sind diagonal verlaufende Bretter eingeschoben. Auf den Brettern ist üblicherweise ein Lehm- oder Kalkestrich aufgebracht. Eine Maßnahme, die wohl als Isolierschicht für die darüber liegende Stube zu interpretieren ist. Bemerkenswert ist, dass diese Art der Deckengestaltung eine Lücke zur Straßenwand aufweist. Ein Befund, der gleichfalls auf den schmäleren Ersatz der straßenseitigen Traufwand zurückzuführen ist.

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Dachform
    • Satteldach
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
Konstruktion/Material:
Dachwerk überspannt die gesamte Haustiefe und weist als tragendes Gerüst eine dreifach stehende Stuhlkonstruktion auf. Sie steht auf durchlaufenden Binderbalken, die entlang der massiven Brandwände verlaufen und einen niedrigen Drempel ausbilden. Bemerkenswert sind die unterschiedlichen Verschlüsse der beiden Giebel: so weist das Giebelfachwerk zu Haus Nr. 16 keine Wandfüllung auf, während die Bundseite des Nachbargiebels im Hausinnern des Hauses Nr. 16 zu liegen kam. Unter der Berücksichtigungen dass das im 17.Jh. abgezimmerte Dachwerk des Hauses Nr. 18 älter als das Giebelfachwerk des Hauses Nr .16 ist, lässt sich folgender Bauverlauf aufzeigen: das im 17.Jh. abgezimmerte Dachwerk des Hauses Nr. 18 wurde gegen eine vorhandene und geschlossene Giebelwand gestellt. Diese wurde später durch das heutige Giebelfachwerk des Hauses Nr. 16 ersetzt; anders am Gegengiebel, wo der Rest einer gefalzten Giebelverbretterung belegt, dass der obere Giebelbereich über das Dach des Nachbarhauses Nr. 20 ragte.

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