Schiefes Haus (Großbottwar)

Datenbank Bauforschung/Restaurierung

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Wohn- und Geschäftshaus

ID: 181332203111  /  Datum: 21.03.2013
Datenbestand: Bauforschung
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Objektdaten

Straße: Hauptstraße
Hausnummer: 42
Postleitzahl: 79219
Stadt-Teilort: Staufen

Regierungsbezirk: Freiburg
Kreis: Breisgau-Hochschwarzwald (Landkreis)
Wohnplatzschlüssel: 8315108015
Flurstücknummer: keine
Historischer Straßenname: keiner
Historische Gebäudenummer: keine
Lage des Wohnplatzes: Lage des Wohnplatzes

Kartenansicht (OpenStreetMaps)

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Objektbeziehungen

keine

Umbauzuordnung

keine

Bauphasen

Kurzbeschreibung der Bau-/Objektgeschichte bzw. Baugestaltungs- und Restaurierungsphasen:

Das Gebäude besteht aus einem dreigeschossigen, traufständigen Massivbau an der Hauptstraße und einem abschließenden, die ehemalige Stadtmauer überbauenden Rückgebäude. Das Haupthaus ist etwa zur Hälfte unterkellert. Der Keller erstreckt sich entlang der nördlichen Parzellenwand über die gesamte Gebäudetiefe. Nach der dendrochronologischen Untersuchung datiert das eichene Kellergebälk in die Jahre um 1786/87 (d).
Auf dem Haupthaus ist ein traufständig zur Straße ausgerichtetes Satteldach abgezimmert. In einem ersten Datierungsversuch waren die Dachhölzer nicht exakt bestimmbar. Der zweite Anlauf ergab das Fällungsdatum Winter 1555/ 1556.


1. Bauphase:
(1555 - 1556)
Abzimmerung des Daches 1555/56 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Dachgeschoss(e)

2. Bauphase:
(1786 - 1787)
Erbauung des Kellers 1786/87 (d)
Betroffene Gebäudeteile:
Betroffene Gebäudeteile
  • Untergeschoss(e)

Besitzer:in

keine Angaben

Fotos

Abbildungsnachweis
Ostansicht  / Wohn- und Geschäftshaus in 79219 Staufen, Staufen im Breisgau (Stadtarchiv Staufen)
Abbildungsnachweis
Systemskizze Querschnitt Dachwerk / Wohn- und Geschäftshaus in 79219 Staufen, Staufen im Breisgau (Burghard Lohrum)

Zugeordnete Dokumentationen

  • Kurze bauhistorische Analyse

Beschreibung

Umgebung, Lage:
Das Gebäude liegt im Stadtzentrum von Staufen. Es ist eingebunden in die traufständige Ausrichtung der westlichen Reihenbebauung an der südlichen Hauptstraße.
Lagedetail:
  • Siedlung
    • Stadt
Bauwerkstyp:
  • Wohnbauten
    • Wohn- und Geschäftshaus
Baukörper/Objektform (Kurzbeschreibung):
Das Gebäude ist eine Parzellenbebauung, bestehend aus einem dreigeschossigen Massivbau an der Hauptstraße und einem abschließenden, die ehemalige Stadtmauer überbauenden Rückgebäude. Dazwischen liegt ein Hof, über dessen Tiefe die beiden Gebäude daurch einen parallel zur südlichen Parzellenwand verlaufenden Laubenbau verbunden werden. Das Haupthaus ist etwa zur Hälfte unterkellert. Zwei Kellerzugänge sind nachweisbar. Die äußere Erschließung erfolgte über ein hofseitiges Rundbogenportal mit einem Gewände des 16./17. Jh., während die innere Erschließung über einem Treppenloch an der Nordwand angelegt war.
Innerer Aufbau/Grundriss/
Zonierung:
keine Angaben
Vorgefundener Zustand (z.B. Schäden, Vorzustand):
Das durch Kriegsschaden teilweise zerstörte Rückgebäude besitzt im Verlauf der hofseitigen Massivwand den Rest einer 1,80m breiten Rundbogenöffnung. Ein weiterer, später vermauerter Zugang konnte südlich davon erkannt werden, während nördlich ein schmaler Zugang offen ist. Er führt in einen seitlich des Portals liegenden, in Fachwerk abgetrennten Raum. In dessen Verlängerung soll früher ein Durchgang durch die Stadtmauer möglich gewesen sein. Der heutige, innerhalb der ehemaligen Stadtmauer vorhandene Gebäudeabschluß ist modern.
Bestand/Ausstattung:
keine Angaben

Konstruktionen

Konstruktionsdetail:
  • Steinbau Mauerwerk
    • Wacken/Kiesel
    • Werkstein
  • Decken
    • Balken-Bretter-Decke
    • Lehmwickeldecke
  • Dachform
    • Satteldach
    • Schleppgaube(n)
  • Dachgerüst Grundsystem
    • Sparrendach, q. geb. mit liegendem Stuhl
    • Sparrendach, q. geb. mit stehendem Stuhl
Konstruktion/Material:
Keller:
Das Haupthaus ist etwa zur Häfte unterkellert. Es handelt sich um einen Balkenkeller, der sich entlang der nördlichen Parzellenwand über die gesamte Gebäudetiefe erstreckt. In der Nordwand vermauerte Wacken- bzw. Werksteinkonsolen bilden die Auflager für Streichbalken, auf denen das parallel zum Straßenverlauf verlegte Kellergebälk lagert. Auf der Gegenseite ist es einem die Kellerwand abschließenden Mauerholz aufgekämmt. Bis zum ausgewechselten Treppenloch sind zwischen den Balken Lehmwickel verbaut, während danach, in dem etwas schmaleren Kellerabschnitt, in die Balken genutete Bretter den Deckenaufbau bilden.
Zwei Kellerzugänge sind nachgewiesen. Die äußere Erschließung erfolgte über ein hofseitiges Rundbogenportal mit einem Gewände des 16./17.Jh., während die innere Erschließung über einem Treppenloch an der Nordwand angelegt war. Eine, eventuell zwei in Backstein gefasste Öffnungen an der Straßenseite belichten und belüften den Keller.

Dach:
Auf dem Haupthaus ist ein traufständig zur Straße ausgerichtetes Satteldach abgezimmert. Das unterstützende Gerüst für die geschwärzten Sparrenpaare bilden im 1.Dachgeschoss abgesprengte und im 2.Dachgeschoss stehende Querbünde. Diese Kombination ist zwischen den massiven Giebeln in zwei inneren Querachsen angeordnet. Innerhalb der südlichen Giebelwand zeichnet sich ein älteres und tiefer liegendes Giebelprofil ab. Der zugehörige Firstpunkt ist knapp über der Kehlbalkenlage des 1.Dachgeschosses zu erkennen.

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